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Ekzem

Was ist ein Ekzem?

Ekzem, auch Juckflechte genannt, ist ein Sammelbegriff für entzündliche, nicht ansteckende Erkrankungen der obersten Hautschichten (Epidermis, teilweise auch obere Dermis), die oft mit starkem Juckreiz einhergehen. Die Chance, dass jeder Mensch im Laufe des Lebens mindestens einmal an einem Ekzem erkrankt, liegt bei nahezu 100 Prozent. Die Symptome verlaufen fast immer nach einer typischen Abfolge: von einer Hautrötung zur Bläschenbildung, einem Aufplatzen und Nässen der Bläschen bis hin zur Krustenbildung und anschließenden Schuppung der Haut. Auch wenn es schwerfällt: Die sensiblen Hautstellen sollten nicht aufgekratzt werden. Dies verlangsamt den Heilungsprozess und es können Narben oder entzündliche Knötchen auf der Haut entstehen.

Abbildung einer Frau, die sich am Arm juckt

Ursachen für Ekzeme

Grundsätzlich wird zwischen zwei Ursachen für ein Ekzem unterscheiden. Exogene Ekzeme werden durch Allergene oder toxische Substanzen hervorgerufen. Auslöser für ein Ekzem können Nahrungsmittel, Chemikalien oder alkalische Putzmittel sein. Auch Seifen, Zahnpasta, Deo, Lotionen oder Haarfärbemittel können entzündliche Hautirritationen verursachen. Da exogene Ekzeme erst nach Kontakt mit bestimmten Substanzen auftreten, wird hier auch von Kontaktekzemen gesprochen.

Endogene Ekzeme hingegen sind durch eine genetische, innere Veranlagung bedingt und können durch eine Disbalance im Immunsystem entstehen. Auch Kinder können an einem endogenen Ekzem erkranken, sofern mindestens ein Elternteil ebenfalls an der Hauterkrankung leidet.

Das atopische Ekzem, besser bekannt als Neurodermitis, ist ein typisches Beispiel für ein endogenes Ekzem. Es sollte in jedem Fall geprüft werden, wann die Symptome des Ekzems zum ersten Mal aufgetreten sind, mit welchen Substanzen man vor der Entstehung zu tun hatte oder ob eine ob eine genetische Veranlagung vorliegt. Anhand dieser Information lassen sich die möglichen Auslöser und Ursachen eingrenzen und die Therapiemaßnahmen darauf abstimmen. Bei einem Ekzem ist es besonders wichtig, die Haut zu schonen. Reizende Stoffe, alkalische Seifen und Putzmittel sollten gemieden werden, ebenso wie heiße Bäder oder langes Sonnenbaden. Dies kann die ohnehin trockene und gereizte Haut weiter austrocknen. Hilfreich sind lindernde und beruhigende Pflegeprodukte, die pH-neutral sind und auf natürlichen Inhaltstoffen basieren. Sie versorgen die Haut mit Feuchtigkeit, ohne sie zusätzlich zu reizen.

Wie äußert sich ein Ekzem?

Auch wenn die charakteristische Abfolge der Symptome oft gleich ist, können Form, Erscheinungsbild, Ausmaß und Ort der Hautreaktionen von Patient zu Patient stark variieren ? je nach Auslöser, Veranlagung oder Kontakt mit dem auslösenden Allergen bzw. Giftstoff.

Akutes Stadium

Ein akutes Ekzem äußert sich zunächst durch eine leichte Rötung, anschließend kommen stecknadelkopfgroße Pusteln und Bläschen hinzu. Normalerweise platzen die Bläschen nach kurzer Zeit auf und es bildet sich eine Kruste, die abfällt sobald die Haut darunter geheilt ist. In den meisten Fällen ist lediglich eine kleine Hautpartie betroffen, die mit Salben und Cremes gut und schnell therapiert werden kann. Bei einer akuten Erkrankung klingt die Entzündung in der Regel nach einigen Tagen wieder ab.

Chronisches Stadium

Tritt die Hautkrankheit dauerhaft oder periodisch auf, so wird von einem chronischen Stadium gesprochen. In diesem Fall leidet der Betroffene an einem Ekzem, das nicht in Gänze abheilt. Meist treten alle Stadien der akuten Erkrankung gleichzeitig auf. Hinzu kommt, dass die Entzündungsstellen bei einem chronischen Krankheitsverlauf nicht lokal, sondern an mehreren Stellen der Haut auftreten können. Dies wird durch Streuung hervorgerufen: Über die Blutbahn wird die allergische Reaktion auch auf andere Hautareale ausgebreitet. Meist schwellen die betroffenen Hautpartien an und die Hautstruktur wird gröber. Zusätzlich zur äußeren Pflege durch Salben und Cremes werden häufig Tabletten verschrieben, um die Krankheit einzudämmen.

Probleme bei Infektionen eines Ekzems

Nässende und aufgekratzte Ekzeme bieten eine ideale Angriffsfläche für Keime. Es kann daher zu Infektionen mit Pilzen, Bakterien oder Viren kommen. Bei einem atopischen Ekzem wie der Neurodermitis ist ein typisches Beispiel das Herpes Simplex Virus, das eine bakterielle Infektion der betroffenen Hautpartien auslösen kann. Dies führt oft zu einer Ausbreitung des Ekzems, das in Folge dessen wesentlich schlechter abklingt. Meist folgen hohes Fieber und ein Anschwellen der Lymphknoten. Eine solche Superinfektion oder Sekundärinfektion eines Ekzems kann bei Patienten mit geschwächtem Immunsystem bis hin zu einer Sepsis führen. Bei ersten Anzeichen sollte daher umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

In vielen Fällen werden dann kortisonhaltige Präparate verschrieben, die einen schnellen Rückgang der Symptome erwirken können. Allerdings wirkt Kortison verhältnismäßig radikal im Körper und geht mit verschiedenen Nebenwirkungen, wie beispielsweise dem Austrocknen der Haut, einher. Umso wichtiger sind pflegende Zusatzprodukte. Patienten mit akuten Ekzemen oder Neurodermitis sollten ihre Haut täglich mit rückfettenden und feuchtigkeitsspendenden Cremes schützen. Empfehlenswert sind milde Produkte, die die Barrierefunktion der Haut stärken und dafür sorgen, dass die zugeführte Feuchtigkeit nicht gleich wieder entweicht.

Auch ayurvedische Produkte wie die Sorion Creme, das Sorion Head Fluid oder das Sorion Shampoo eignen sich aufgrund ihrer wertvollen Zusammensetzung zur therapiebegleitenden Pflege bei akuten oder chronischen Ekzemen.

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