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Herpes

Leben mit Herpes

Herpes simplex, im Volksmund schlicht Herpes genannt, ist das Resultat einer Virusinfektion, die in den meisten Menschen schlummert. Laut einer Studie des Robert-Koch-Instituts sind in Deutschland über 85 Prozent der Bevölkerung mit dem Herpes-Virus infiziert. Oft erfolgt die Erstinfektion unbemerkt und das Virus verbleibt lebenslang im Organismus, ohne spürbare Symptome hervorzurufen. Eine Herpesinfektion kann dann nur durch bestimmte Antikörper im Blut nachgewiesen werden.
Man unterscheidet zwei Typen: Der Lippenherpes wird durch den Herpes-Simplex-Virus 1 (HSV-1) hervorgerufen und äußert sich durch Bläschen im Mund- und Lippenbereich (oraler Stamm). Der Genitalherpes wird durch den Herpes-simplex-Virus 2 (HSV-2) ausgelöst und führt zu Hautläsionen im Intimbereich. Dies sind die beiden häufigsten Herpesinfektionen. Mit einer Häufigkeit von etwa 15 Prozent sind HSV-2-Infektionen zwar wesentlich seltener als Lippenherpes, dafür werden die Symptome von Betroffen jedoch als besonders unangenehm, störend und beschämend empfunden.
Ist der Herpesvirus einmal ausgebrochen, können die Symptome relativ zügig mit verschiedenen Mitteln gelindert werden, allerdings kann der Virus nie ganz austherapiert werden. Wenn Krankheitskeime über einen längeren Zeitraum im Ruhezustand verbleiben bis sie wieder ausbrechen, wie es bei Herpes der Fall ist, wird von Persistenz gesprochen.
Der Ausbruch dieser Hautläsionen kann je nach Person unterschiedlich oft auftreten. Die Viren verursachen dann individuelle Beschwerden wie Juckreiz bis hin zu stark eiternden Bläschen. Durch Salben und Cremes lassen sich diese Symptome schnell behandeln.
Grundsätzlich ist eine Herpes-Erkrankung nicht lebensbedrohlich. Allerdings ist im Falle einer generalisierten HSV-simplex-Infektion bei Neugeborenen oder Menschen, die an einem stark geschwächten Immunsystem leiden, eine Therapie von Herpes durch Salben und Cremes oftmals nicht ausreichend. In solchen Fällen sind meist invasivere Therapien nötig, um fehlende Antikörper zu bilden, die eine wichtige Rolle bei der Abwehr des Herpesvirus spielen.

Abbildung einer Frau, die einen Herpes an der Lippe bemerkt

Diagnose und Behandlung von Herpes

Ein Lippen- oder Genitalherpes kann verhältnismäßig leicht durch einen Arzt diagnostiziert werden. Es gibt jedoch spezielle HSV-Erkrankungen, die etwa das Auge (Herpes-simplex-Retinitis), das Zentralnervensystem (Herpes-simplex-Enzephalitis), die Speiseröhre (Herpes-simplex-Ösophagitis) oder die Gesichtsnerven (Bell-Lähmung) befallen. Auch die Gürtelrose gehört zu Familie der HSV-Viren. Je nach Form und Stadium der Erkrankung kommen hierbei Diagnoseverfahren wie MRT, Endoskopie oder Spiegelung des Augenhintergrundes zum Einsatz. Die schnelle Diagnose einer HSV-Infektion ist vor allem dann relevant, wenn ein Patient durch eine vorangegangene Chemotherapie oder ähnliche Therapien eine Immuninsuffizienz aufweist oder aus anderen Gründen anfälliger für Infektionen ist. Auch bei chronischen Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Schuppenflechte und Morbus Darier können Komplikationen im Zusammenhang mit Herpes-Infektionen auftreten (Ekzema herpeticatum), weshalb eine frühzeitige Diagnose wichtig ist.

Während ein Lippenherpes mit Cremes schnell und einfach behandelt werden kann, dauert die Therapie bei schwerwiegenden Infektionen durchaus länger. Wichtig ist, dass die befallenen Hautpartien bei der äußeren Behandlung jeweils mit sterilen Händen, Tupfern oder medizinischen Instrumenten versorgt werden. Sonst können auf diesem Weg neue Keime in die ohnehin anfällige und infizierte Hautstelle eindringen. Dies verlangsamt nicht nur den Heilungsprozess, sondern kann auch unästhetische Narbenbildungen nach sich ziehen.
Bei richtiger Behandlung klingt ein Lippenherpes nach etwa 10-14 Tagen wieder ab. Viele Betroffene greifen zu Salben, die Virostatika enthalten. Diese Präparate bekämpfen die Viren nicht direkt, sondern hemmen die weitere Ausbreitung. Derartige Herpes-Präparate sind in Apotheken frei erhältlich. Gerade bei längerer oder innerer Anwendung können diese aber starke Nebenwirkungen mit sich bringen. Neben den chemischen Präparaten haben sich daher in der medizinischen Praxis immer mehr natürliche Präparate durchgesetzt. Zu den bekanntesten antiviralen Kräutern gehören unter anderem Oregano, Neem, Holunder, Echinacea und Kurkuma. Sie wirken sich positiv auf das Immunsystem aus und unterstützen den Körper darin, die Viren aktiv zu bekämpfen.

Ansteckungsgefahr und Prävention

Ein Großteil aller Menschen trägt den Herpes-simplex-Virus in sich. Nur bei einem verhältnismäßig kleinen Teil bricht die Infektion aus und wird durch Bläschen und Hautsauschläge sichtbar. Wenn ein Lippenherpes einmal aufgetreten ist, gilt es darauf zu achten, die Ansteckung von Mitmenschen zu verhindern. Die Viren können über die Hände, das Küssen oder sexuellen Kontakt übertragen werden. Das Infektionsrisiko ist besonders erhöht, wenn die infizierten Stellen nässen und sich die Viren dadurch leicht verteilen lassen. Auch über schlecht gespültes Geschirr oder Kleidungsstücke können Viren übertragen werden. Daher wird geraten, während der aktiven Infektionszeit weitestgehend auf Körperkontakt zu verzichten, Großveranstaltungen und auch das Fitnessstudio zu meiden. Außerdem sollte kein Geschirr mit anderen geteilt und die Wäsche mit einem Intensivwaschgang gewaschen werden. In der Infektionszeit verwendete Zahnbürsten, aber auch Pflegeprodukte oder Lippenstifte sollten im Anschluss entsorgt werden. Die Weiterverwendung dieser Produkte kann zu einem schnellen Wiederausbruch der Herpesinfektion führen.
Neben Desinfektionsmittel zur ständigen Reinigung der Hände ist auch eine reichhaltige Pflegecreme ein hilfreicher Begleiter bei Herpes. Wenn Betroffene Wert auf natürliche Inhaltsstoffe und gute Verträglichkeit legen, empfiehlt sich die Sorion Creme. Die Creme ist nach dem ayurvedischen Prinzip mit wertvollen Inhaltsstoffen zusammengesetzt und bereits für Kleinkinder ab drei Jahren geeignet. Sie besteht unter anderem aus Vaseline, Neem, Kurkuma, Sweet Indrajao und Kokosöl und Färberwurzel.

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