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Der ganzheitliche Ansatz des Ayurveda

Ayurveda ist die älteste überlieferte Heilkunst der Menschheit. Erste Aufzeichnungen reichen über 5000 Jahre zurück. Hinter den Mauern buddhistischer Klöster hat der wertvolle Wissensschatz – allen politischen und gesellschaftlichen Umbrüchen zum Trotz – die Jahrtausende überdauert. Die buddhistischen Mönche sorgten dafür, dass die ayurvedischen Heilmethoden weiter praktiziert und frei von äußeren Einflüssen in ihrer alten Tradition bewahrt werden konnten. So überlebte auch ein Großteil der Originalschriften, die sogenannten Veden, die mittlerweile aus dem Sanskrit in viele moderne Sprachen übersetzt worden sind. Auf diesen Originalschriften beruht auch die ayurvedische Formel von Sorion.

Ayurveda beschreibt auf einzigartige Weise das Zusammenspiel von geistigen, körperlichen, seelischen und umweltbedingten Einflüssen auf die menschliche Gesundheit. Nicht die Krankheit steht dabei im Vordergrund, sondern der Mensch als Ganzes. Dementsprechend konzentriert sich die ayurvedische Medizin nicht auf Symptome, sondern sucht die Ursachen der Erkrankung, um den Menschen wieder ins Gleichgewicht zu bringen und die körpereigenen Selbstheilungs- und Widerstandkräfte zu aktivieren.

Obwohl Ayurveda in Indien als staatliche Medizin anerkannt und die Wirksamkeit vieler Heilpflanzen und Behandlungsmethoden wissenschaftlich belegt sind, finden diese nur langsam ihren Weg nach Europa. Das möchten wir ändern!

Ayurvedische Heilpflanzen

Kurkuma (Curcuma Longa)

Kurkuma (Curcuma Longa)

Kurkuma zählt zu den wichtigsten ayurvedischen Pflanzen überhaupt. Der ursprüngliche Name "Haridra" stammt aus dem Sanskrit und bedeutet so viel wie Hautelexir. In Indien ist seine Verwendung seit mindestens 4000 Jahren belegt. Für irritierte und zu Entzündungen neigende Haut sind äußerlich angewandte Cremes mit Kurkuma ideal, denn das enthaltene Curcumin wirkt entzündungshemmend, bindet freie Radikale und hat eine schützende Funktion. Durch die feuchtigkeitsspendende Wirkung verbessert sich die Elastizität der Haut; zugleich zählt Curcumin zu den stärksten natürlichen Antioxidantien, reguliert die Zellerneuerung und die Fettproduktion der Epidermis.

Sweet

Sweet Indrajao (Wrightia Tinctoria)

Hierzulande recht unbekannt, aber ebenfalls sehr vielseitig ist der Färberoleander, besser bekannt als Sweet Indrajao oder Pala Indigo. Seine Blätter, Rinde und Samen werden in Indien zur Linderung und Pflege vieler Hautbeschwerden eingesetzt, denn er ist dort seit Urzeiten für seine positiven Effekte bei Entzündungen, Juckreiz, Schuppungen und Rötungen bekannt. Zusätzlich wirkt Sweet Indrajao hautpflegend, beruhigend und ausgleichend. Die Blätter werden traditionell auch bei Zahnschmerzen gekaut, da ihnen eine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung zugesagt wird.

Neem (Azadirachta Indica)

Neem (Azadirachta Indica)

Der indische Flieder, wie der Neembaum auch genannt wird, birgt eine Vielzahl von Pflegekräften in sich. Neem ist reich an wertvollen Fettsäuren, Gerbstoffen und Vitamin E – ein Nährstoffkomplex, der insbesondere trockener, gereizter, unreiner und durch hormonelle Schwankungen geschädigter Haut zugutekommt. Das aus den Fruchtkernen gewonnene Neemöl ist zudem für seine desinfizierenden und schützenden Eigenschaften bekannt. Es entzieht Krankheitserregern den Nährboden, repariert geschädigte Haut und schützt sie vor schädlichen Umweltbelastungen. Gleichzeitig kühlt, klärt und pflegt Neemöl die Haut auf natürliche Weise.

Färberwurzel

Färberwurzel (Rubia Cordifolia)

Die Färberwurzel (Manjistha) zählt im Ayurveda zu den wichtigsten hauttherapeutischen Pflanzen. Man findet sie in ganz Indien, von den heißen Ebenen des Südens bis hin zu den gemäßigten Zonen am Fuße des Himalaya. Sie wird vor allem für ihre reinigenden, entgiftenden und pH-Wert regulierenden Eigenschaften geschätzt. Das hellrote Pulver aus den getrockneten Wurzeln dieser immergrünen Kletterpflanze wird im Ayurveda insbesondere bei Ekzemen, Juckreiz, Entzündungen und Verbrennungen angewandt. Ihren lateinischen Namen Rubia Cordifolia erhielt die Pflanze von ihren roten Pigmenten, die einst auch zum Färben von Stoffen verwendet wurden.

Kokosöl (Cocos Nucifera)

Kokosöl (Cocos Nucifera)

Kokosöl ist ein wahres Multitalent wenn es um Haut und Haar geht. Das wohlriechende Öl spendet Feuchtigkeit, reguliert den Säure-Basen-Haushalt der Haut und wirkt der Hautalterung entgegen. Es ist besonders reich an Aminosäuren, Vitaminen und Spurenelementen, die die Haut intensiv pflegen und regenerieren. Zudem enthält es einen hohen Anteil mittelkettiger Fettsäuren, wie Laurin- und Caprylsäure, die wie ein natürlicher Schutzschild gegen Viren, Bakterien, Pilze, Parasiten und Keime wirken. In Indien wird Kokosöl daher nicht nur als Schönheitsmittel, sondern auch zurm Schutz empfindlicher Babyhaut sowie bei Schnitt‐ und Schürfwunden eingesetzt.

Shea

Shea Butter (Butyrospermum Parkii)

Die Shea Butter, auch Karitébutter genannt, gehört zu den vielseitigsten Hautpflegemitteln, die die Natur zu bieten hat. Sie ist extrem reich an haut- und immunrelevanten Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen und langkettigen ungesättigten Fettsäuren. Dieser Nährstoffkomplex, insbesondere die hohe Konzentration an Vitamin E, Provitamin A, Zink, Allantoin und Omega-3-Fettsäuren, unterstützt die Haut bei der Regeneration, beim Aufbau gesunder Zellen, macht trockene Haut wieder elastisch und geschmeidig. Shea Butter wirkt außerdem als natürlicher Zell- und Sonnenschutz, fördert die Wund- und Narbenheilung und entschuppt die Haut.