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05.09.2019 12:59

Wenn Kinderhaut SOS funkt

Die Haut von Kindern ist dünner und empfindlicher als die von Erwachsenen. Zudem trocknet sie schneller aus, da ihre Schutzfunktion noch nicht voll ausgereift ist. Dies wird besonders zum Verhängnis, wenn chronische Hauterkrankungen hinzukommen, die mit Juckreiz einhergehen. Denn Kinder sind nur schwer davon abzubringen, sich aufzukratzen, wodurch sich der Zustand der Haut weiter verschlechtert.

Viele Eltern kennen das Dilemma: Fast jedes siebte Kind in Deutschland leidet an Neurodermitis, jedes vierte Kind an Allergien und kurzzeitige Ekzeme treten bei jedem zweiten kind auf. Der letzte Ausweg sind meist kortisonhaltige Cremes, doch diese verschaffen nur kurzfristig Linderung und trocknen die Haut stark aus, was sie im Endeffekt noch anfälliger macht. Auf lange Sicht ist es daher ratsam, die Abwehr- und Selbstheilungskräfte der Haut zu stärken.


 

Den Kreislauf aus Jucken, Kratzen und Entzündungen durchbrechen

Die kindliche Schutzhülle ist nicht nur dünner und sensibler als in erwachsenen Jahren, sie kann Reizstoffen, Bakterien und Umweltbelastungen schlicht weniger entgegensetzen. Daher leiden die Kleinsten unter chronischen Hauterkrankungen wie Neurodermitis und Schuppenflechte besonders stark. Denn oft wird ein Teufelskreis aus Rötungen, Juckreiz, Kratzen und immer neuen Entzündungen in Gang gesetzt, der nur schwer zu durchbrechen ist.

Die tägliche Hautpflege spielt eine entscheidende Rolle, um diesen Kreislauf zu durchbrechen. Was gestresste Kinderhaut nun braucht, sind rückfettende Salben. Sie gleichen den Feuchtigkeitsverlust aus und machen die Haut widerstandsfähiger, sodass Reizstoffe besser abgewehrt werden können. Gleichzeitig bekommt die Haut durch den reichhaltigen Schutzfilm Gelegenheit, Feuchtigkeit länger zu speichern und sich zu regenerieren. Besonders empfehlenswert sind hierfür Pflegeprodukte natürlichen Ölen, wie etwas Sheabutter und Kokosöl. In Apotheken gibt es auch Spezialprodukte für gereizte Kinderhaut, die wertvolle Naturöle enthalten, wie etwa die Sorion Creme Sensitive. Der Vorteil hierbei ist, dass Sorion Sensitive nicht auf Mineralöl basiert, sondern auf einer natürlichen Öl-in-Wasser-Emulsion (O/W-Emulsion), die besonders sanft und hautverträglich ist. Generell sollte man beim Kauf darauf achten, dass keine synthetischen Zusatzstoffe wie Parabene, Paraffine und Parfüm enthalten sind, insbesondere wenn es um die Hautpflege von Kleinkindern und Säuglingen geht.

Tipps zur Pflege gereizter Kinderhaut

Bei chronisch gereizter oder geröteter Kinderhaut ist die tägliche Hautpflege nicht nur essenziell, sondern als Basistherapie zu verstehen. Wichtig dabei ist, alles zu vermeiden, was die Haut weiter reizen oder austrocknen könnte. Hier die wichtigsten Tipps, wie sensible Kinderhaut langfristig wieder ins Gleichgewicht kommen kann: 

  • Generell sollte man milde Produkte ohne Parfüm und Zusatzstoffe verwenden.
  • Bei entzündlichen Hauterkrankungen wie Neurodermitis sind rückfettende Salben das A und O. Empfehlenswert sind pflanzliche Rezepturen mit einem hohen Anteil an natürlichen Ölen bzw. Pflanzenfetten, zum Beispiel Kokosöl oder Sheabutter..
  • Die generelle Faustregel lautet: Schuppige und trockene Ekzeme vertragen besonders reichhaltige Salben und Fettcremes. Bei nässenden Ausschlägen sind eher leichtere Lotionen ratsam.
  • Das Eincremen sollte dem Kind Freude machen, etwa in Form einer Streichelmassage. Vermeiden Sie dabei jeden Stress für das Kind. Denn die tägliche Hautpflege ist essentiell für den Geneseungsprozess und sollte daher als liebevolles Ritual, statt als quälende Pflicht gehandhabt werden.
  • Sensible Kinderhaut sollte nicht zu oft gewaschen werden; dabei möglichst nur Wasser und gelegentlich milde oder basische Waschlotionen verwenden.
  • Zu langes oder zu heißes Baden vermeiden, Ölbäder, Hafermehl oder Totes-Meer-Badesalz wirken dem Austrocknen entgegen und beruhigen die Haut.
  • Nach dem Waschen, Baden oder Duschen die Haut nur sanft trocken tupfen, nicht rubbeln.
  • Enge Kleidung und synthetische Stoffe sind bei Hauterkrankungen tabu. Optimal sind atmungsaktive Stoffe und Windeln aus natürlichen Fasern wie Baumwolle, Bambus, Leinen oder Seide.