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05.04.2018 09:00

Was tun bei Schwangerschaft und Psoriasis?

Eine Schwangerschaft bei einer Psoriasis-Erkrankung sorgt bei vielen Betroffenen im ersten Moment für großes Bedenken. Viele Sorgen kommen auf: Ist mein Körper der Zusatzbelastung gewachsen? Kann das Ungeborene durch die Krankheit Schaden nehmen? Muss ich nun alle Medikamente absetzen? Und bekommt mein Kind später ebenfalls Schuppenflechte?

Psoriasis, auch Schuppenflechte genannt, ist eine chronische Autoimmunerkrankung, die oftmals in unregelmäßigen Schüben auftritt und zum Teil genetisch veranlagt ist. Typische Anzeichen für Psoriasis sind trockene, rötlich-entzündete Hautstellen, auf der sich Schuppen, sogenannte Plaques bilden, die oftmals mit Juckreiz einhergehen. Zusätzlich können Organe, Geschlechtsteile, Nägel oder Gelenke beteiligt sein. Schwere Formen der Psoriasis erfordern eine medikamentöse Behandlung, die nicht selten mit Nebenwirkungen einhergeht und während der Schwangerschaft nicht fortgeführt werden kann.

Die Ursache für Psoriasis ist noch nicht vollständig geklärt. Psoriasis-Schübe wurden allerdings mit bestimmten Auslösern in Verbindung gebracht, dazu gehören Stress, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Insulinresistenz sowie veränderte Blutfett- und Hormonwerte. Da eine Schwangerschaft mit umfassenden körperlichen und hormonellen Veränderungen einhergeht, können die Symptome zeitweise verstärkt auftreten. Doch es kann Entwarnung gegeben werden: Eine Schwangerschaft mit Schuppenflechte steht nicht im Zusammenhang mit einer erhöhten Fehlgeburtenrate, Geburtsfehlern oder Frühgeburten. Grundsätzlich kann eine Frau trotz Psoriasis-Erkrankung schwanger werden und gesunde Kinder zur Welt bringen. Einige Studien haben allerdings gezeigt, dass Frauen mit einer besonders starken Form der Psoriasis untergewichtige Kinder geboren haben. In diesem Fall ist eine fortlaufende ärztliche Betreuung sehr wichtig, um sicherzustellen, dass das Kind ausreichend versorgt ist.

Abbildung eines Mädchens neben der schwangeren Mutter

Auch wenn Schuppenflechte in jedem Alter auftreten kann, so zeigt sich, dass der erstmalige Ausbrauch der Krankheit häufig zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr erfolgt. Man vermutet, dass dies mit den hormonellen Veränderungen zusammenhängt, die der Übergang von der Pubertät ins Erwachsenenalter mit sich bringt. Auch ein erhöhter Stressfaktor spielt wohl mit hinein, denn nun müssen die meisten jungen Menschen das erste Mal auf eigenen Beinen stehen und sich selbst versorgen. Dies korreliert mit dem Durchschnittsalter, in dem viele Frauen erstmals an Nachwuchs denken. Glücklicherweise hat Psoriasis keinen negativen Einfluss auf die Fruchtbarkeit einer Frau oder die Fortpflanzungsorgane. Da Stress ein Auslöser für die Schuppenflechte sein kann und eine Schwangerschaft damit einhergeht, sollte in dieser besonderen Lebensphase auf ausreichend Ruhe und Pflege geachtet werden. Bei leichter bis mittlerer Psoriasis helfen oft bereits pflanzliche Cremes und lindernde Hausmittel, um während einer Schwangerschaft die Psoriasis-Haut ohne Nebenwirkungen für das Kind zu behandeln.

Schuppenflechte in der Schwangerschaft – ist eine Vererbung wahrscheinlich?

Viele Eltern, insbesondere Frauen befürchten, dass sie die chronische Hauterkrankung an ihre ungeborenen Kinder vererben könnten. Diese potentielle Gefahr löst Ängste aus, die zu Stress in der Schwangerschaft führen können. Es ist daher sehr wichtig, die Sorgen mit dem Partner zu teilen, sich gut zu informieren und eine bewusste Entscheidung zu treffen. Wer mit ungewissen Gefühlen in die Schwangerschaft startet oder sich im Nachhinein Vorwürfe macht, schadet damit nur dem Kind.

Die gute Nachricht: Eine gewisse genetische Veranlagung wird zwar immer weitergegeben, doch das Risiko, dass ein Kind später tatsächlich an Psoriasis erkrankt, ist verhältnismäßig gering. Wenn nur ein Elternteil erkrankt ist, liegt die Ausbruchsrate bei etwa 8 bis 15 Prozent. Für den seltenen Fall, dass beide Elternteile Träger der Krankheit sind oder weitere Geschwister und Großeltern daran erkrankt sind, liegt das Risiko, dass das Kind ebenfalls an der Hauterkrankung leiden wird, bei etwa 50 bis 60 Prozent. Entscheidend dafür ist mitunter, welches Gen der Eltern das dominantere ist.

Abbildung eines Schwangerschaftsbauchs

Hormonveränderungen bei Schwangerschaft und Schuppenflechte

Jeder Mensch ist einzigartig. Nicht nur Männer und Frauen ticken unterschiedlich, auch jede Frau reagiert anders auf äußere Einflüsse und Veränderungen als die nächste. Körperliche Veränderungen werden in vielen Fällen durch Hormone ausgelöst. Während der Schwangerschaft gibt es davon sehr viele. Wissenschaftliche Studien haben jedoch seltsamerweise bestätigt, dass in vielen Fällen die Schubrate der Psoriasis während einer Schwangerschaft zurückgeht. Oft treten in dieser Zeit deutlich weniger Symptome auf, ganz so als ob der Körper merken würde, dass innerhalb des Immunsystems ein neues Leben entsteht, das geschützt werden muss. Es wird vermutet, dass das Geschlechtshormon Progesteron für diesen Effekt verantwortlich ist.

Umso größer ist allerdings die Wahrscheinlichkeit einer erhöhten Schubrate nach der anstrengenden Geburt und in der Stillphase. Daher sollte der Verlauf der Psoriasis engmaschig durch einen Arzt kontrolliert werden. Der Gynäkologe oder Dermatologe sollte frühzeitig feststellen, inwiefern die Basistherapie nach der Schwangerschaft wieder aufgenommen werden kann oder ob zusätzliche Medikamente und Pflegemittel nötig sind. Unbedenklich und daher sehr empfehlenswert sind homöopathische Mittel, die das durch die Geburt geschwächte Immunsystem schnell wieder stabilisieren können.

Ähnliche Veränderungen der Psoriasis wurden während der Menopause festgestellt. Daher gilt die Verbindung zwischen Hormonveränderungen und Psoriasis-Schüben als sehr wahrscheinlich, auch wenn hierzu noch eindeutige Studien fehlen, die den genauen Zusammenhang wissenschaftlich belegen.

Behandlungsmöglichkeiten bei Schuppenflechte in der Schwangerschaft

Je nach Intensität der Psoriasis werden nicht nur pflanzliche Lokaltherapien; Hausmittel oder homöopathische Medikamente, sondern auch systemische Behandlungsmethoden empfohlen. Auch während einer Schwangerschaft können Psoriasis-Patienten in Absprache mit einem Arzt einige systemische Steroide nehmen, die nachweislich kein erhöhtes Geburtsrisiko gezeigt haben.
Bei einer weniger invasiven Psoriasis hilft oftmals auch die Anwendung einer Lichttherapie. Eine Psoriasis verbessert sich in den Sommermonaten oft spontan, was in Zusammenhang mit einem höheren Kontakt mit der Sonne, also UV Licht gebracht wird.

Aktuelle Studien haben gezeigt, dass sich schwangere Frauen, die an einer ernsthaften Psoriasis leiden, einer UV-B Lichttherapie unterziehen können. Eine Therapie mit UV-A Strahlen ist während einer Schwangerschaft und in der Stillzeit allerdings nicht zu empfehlen. Die UV-A Strahlen wirken erstens tiefer in der Haut, zweitens wird diese Strahlen-Therapie meist durch die Einnahme oraler Medikamente begleitet (PUVA-Therapie). Diese Spezialtherapie wird bei besonders schwerer Psoriasis empfohlen und beinhaltet eine Mischung aus UVA-Strahlen in Kombination mit Psoralen – einem chemischen Wirkstoff, der die Haut für das UVA-Licht sensibilisiert. Hierbei wurde ein Zusammenhang mit einer höheren Rate an Geburtsfehlern beobachtet. Besteht also ein Kinderwunsch, sollte der Wirkstoff möglichst aus dem Körper ausgeschlichen werden, bevor die Kinderplanung konkret wird.

Neben der Therapie zählt vor allem eins: Werdende Mütter sind gut beraten, sich möglichst zu schonen. Stressabbau kann dafür sorgen, dass sich auch die schuppigen Hautstellen regenerieren und die Psoriasis verschwindet. Nur auf der Couch zu liegen ist allerdings nicht ratsam. Yoga oder ein Geburtsvorbereitungskurs können Stress und Ängste besser abbauen. Der Kontakt und Austausch mit anderen Schwangeren kann zusätzlich helfen. Es muss auch nicht immer gleich eine aufwendige Lichttherapie sein. Genauso wie bei Menschen mit gesunder Haut, gilt auch bei Schwangeren mit Psoriasis: Gehen Sie raus an die frische Luft und genießen Sie die Sonne!

Pflegemittel bei Psoriasis in der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft kann Psoriasis mittlerweile durch verschiedene therapeutische Ansätze, aber auch durch unterstützende Hautpflegemittel gut kontrolliert und Risiken von Mutter und Kind abgewendet werden. Die Natur hält viele pflanzliche Wirkstoffe bereit, die ebenso effektiv sind wie manch‘ chemisches Präparat.

Um die Psoriasis in den Griff zu bekommen, ist eine regelmäßige und intensive Pflege der betroffenen Hautpartien unverzichtbar. Die Pflege sollte auch in beschwerdefreien Zeiten nicht ausgesetzt werden, denn nun hat die Haut Zeit zu regenerieren und neue Widerstandskraft aufzubauen. Hier gibt es immer mehr pflanzliche Produkte ohne Nebenwirkungen, die bedenkenlos in der Schwangerschaft eingesetzt werden können. Auf die therapiebegleitende Hautpflege bei Schuppenflechte hat sich zum Beispiel die Sorion Creme spezialisiert. Die Formel wurde nach der traditionellen Ayurveda-Lehre entwickelt und enthält natürliche Pflanzenextrakte und wertvolle Öle, die intensiv pflegen und gut verträglich sind, weshalb sich die Creme sowohl für die Schwangerschaft als auch die Stillzeit eignet.

Schuppenflechte ist grundsätzlich kein Hindernis für eine Schwangerschaft. Es gibt zahlreiche Therapien, die keine Auswirkungen auf das Kind haben und somit auch während der Schwangerschaft und Stillzeit fortgeführt werden können. Lediglich bei schweren Formen der Psoriasis kann es Probleme geben, da systemische Medikamente Nebenwirkungen für Mutter und Kind mit sich bringen können. Aber auch dies muss kein Hindernis sein: Die Schwangerschaft muss dann lediglich genau geplant werden. Testen Sie vorab alternative Heilmethoden und pflanzliche Präparate, die sich mit der Schwangerschaft vertragen, sodass Sie bei einem Krankheitsschub wissen, was Ihnen hilft.